Teaching

Evaluation critera (rubric)

In my seminars, I use a scoring scheme to evaluate term papers and oral exams (rubric, Bewertungsschema). The rubrics are currently only available in German:

Advanced and undergraduate seminars

Winter 2020/21: Vertrauen: Ein Schlüsselbegriff zur Bewertung von Digitaltechniken?

Advanced seminar in German, Institute of Philosophy I, Ruhr University Bochum
Prof. Dr. Sebastian Weydner-Volkmann

Das Phänomen der Vertrauensbeziehungen entstammt dem zwischenmenschlichen Bereich. Entsprechend ist durchaus umstritten, ob wir sinnvoll von „Vertrauen in Technik“ sprechen können. Und doch avanciert der Vertrauensbegriff aktuell zu einem Schlüsselbegriff bei der Bewertung von Digitaltechniken, was sich etwa am kürzlich erschienenen Bericht „Ethics Guidelines for Trustworthy AI“ der EU High-Level Expert Group on Artificial Intelligence aufzeigen lässt. Auch innerhalb der Technikwissenschaften spielt das Konzept trust im Bereich der IT-Sicherheit eine zentrale Rolle. Ausgehend von einer Betrachtung der neueren philosophischen Literatur zu Vertrauensbegriffen gehen wir im Seminar dieser noch recht frischen Spur nach und erarbeiten uns anhand von Beispielen ein Verständnis der Vor- und Nachteile dieses philosophischen Zugriffs auf die Bewertung von Digitaltechniken.

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Winter 2020/21: Orientierung und technischer Wandel

Undergraduate seminar in German, Institute of Philosophy I, Ruhr University Bochum
Prof. Dr. Sebastian Weydner-Volkmann

Veränderungsprozesse in modernen Gesellschaften werden durch technischen Wandel angestoßen und beschleunigt. Zugleich bedingen gesellschaftspolitische Veränderungen, wie sich technischer Wandel vollzieht. So prägt die Digitalisierung mittlerweile fast alle Bereiche des menschlichen Lebens; und gleichzeitig wirken sich nicht-digitale Ereignisse wie zuletzt die Covid-19-Epidemie beschleunigend auf die Verbreitung und Nutzung bestimmter Digitaltechniken aus.

Seit Ernst Kapps Grundlinien einer Philosophie der Technik von 1877 befasst sich die Philosophie dezidiert mit technischen Wandlungsprozessen und deren Einbettung in sich wandelnde menschlich-soziale Zusammenhänge. Spätestens im 20. Jahrhundert wird „die Technik“ dann zunehmend ambivalent gesehen: neben Hoffnungen und Chancen treten Ängste und Risiken mit Blick auf neue Technik. Dabei rücken auch die ethischen Fragen ins Zentrum der philosophischen Betrachtung: Welche gesellschaftspolitischen Möglichkeiten der Einflussnahme auf technischen Wandel können wir eigentlich haben? Und an welchen Konzepten und Wertvorstellungen soll sich die Gestaltung derartiger Wandlungsprozesse orientieren? Nach der Klärung einiger technikphilosophischer Grundbegriffe werden wir uns im Seminar auf diese technikethischen Fragen fokussieren und philosophische Orientierungsmöglichkeiten, auch zu Digitalisierungsphänomenen, erschließen.

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Summer 2020: Sicherheit, Freiheit, (digitale) Technik

Advanced seminar in German, Institute of Philosophy I, Ruhr University Bochum
Prof. Dr. Sebastian Weydner-Volkmann

Das Seminar beschäftigt sich mit dem gesellschaftspolitischen Spannungsfeld zwischen Freiheit und Sicherheit. Konkrete (informations-)technische Maßnahmen zur Gewährleistung öffentlicher Sicherheit stehen dabei im Vordergrund. Eine Lektüre von Klassikern wie Hobbes und Locke wird dieses Spannungsfeld zunächst im Kontext moderner Staatlichkeit erschließen. Über aktuelle Ansätze aus den Bereichen der politischen Philosophie und der angewandten Ethik werden sodann orientierende Perspektiven erschlossen. Insbesondere mit Blick auf den digitalen Wandel soll dabei die Bedeutung moderner Grundrechte (Privatsphäre, informationelle Selbstbestimmung, Computer-Grundrecht, Datenschutz) diskutiert werden.

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Summer 2020: Einführung in die Philosophie der Technik

Introductory seminar (SE) in German, Institute of Philosophy I, Ruhr University Bochum
Prof. Dr. Sebastian Weydner-Volkmann

Moderne Technik prägt grundlegend, wie wir unsere dingliche und soziale Umwelt wahrnehmen und mit ihr interagieren. Insbesondere in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts setzt sich die Philosophie eingehender mit technischem Wandel auseinander; mit Blick auf das 21. Jahrhundert steht die „digitale Revolution“ im Zentrum der Aufmerksamkeit. Im Seminar sollen hierzu bedeutende Positionen und Grundmotive in der philosophischen Auseinandersetzung mit technischem Wandel erarbeitet werden. Der Fokus liegt insbesondere auf Fragen des Umgangs mit neuen Techniken und der Orientierung technischen Handelns.

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Winter 2019/20: John Rawls: Eine Theorie der Gerechtigkeit

Undergraduate seminar in German, Department of Philosophy, University of Freiburg
Dr. Sebastian Weydner-Volkmann

John Rawls (1921-2002) gehört zu den einflussreichsten Autoren der politischen Philosophie des 20. Jahrhunderts. Sein 1971 erschienenes Hauptwerk „Eine Theorie der Gerechtigkeit“ ist noch immer prägend für die philosophischen Debatten um soziale Gerechtigkeit und zum politischen Liberalismus. In der Tradition von Kant und Rousseau und in Abgrenzung zum Utilitarismus versucht Rawls dabei zu klären, welche Prinzipien das Zusammenwirken von Individuen bestimmen müssen, damit eine Gesellschaftsordnung als gerecht angesehen werden kann. Seine Argumentation zur Frage, auf welche Gerechtigkeitsgrundsätze sich rationale Individuen in einem ursprünglichen Zustand der Gleichheit einigen würden, stellt dabei zugleich eine Wiederbelebung des vertragstheoretischen Arguments in der politischen Philosophie dar.

Im Seminar werden wir größere Teile des Buchs lesen und die wesentlichen Teile von Rawls’ Argumentation rekonstruieren und auf ihre Aktualität befragen. Über Forschungsliteratur wird dabei auch eine kritische Diskussion erschlossen.

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Summer 2019: “Die Lebenswelt”: Phänomenologische und pragmatische Perspektiven

Advanced seminar in German, Department of Philosophy, University of Freiburg
Dr. Sebastian Weydner-Volkmann

„Lebenswelt“ ist in der Philosophie und in angrenzenden Disziplinen ein äußerst präsenter, bisweilen gar inflationär gebrauchter Begriff, dem das Hauptseminar in einigen seiner unterschiedlichen argumentativen Funktionen nachspüren wird. Ausgehen werden wir von Husserls Einführung des Begriffs in der Krisis-Schrift. „Lebenswelt“ wird hier in Abgrenzung zu einer technisch-mathematischen Weltsicht in den neuzeitlichen Wissenschaften gebraucht, die das menschliche Erleben auf Kategorien der bloßen Objektivität verkürze. In Konsequenz würden „Fragen nach Sinn oder Sinnlosigkeit dieses ganzen menschlichen Daseins“, so Husserl, prinzipiell ausgeschlossen. Über Texte weiterer Autoren soll das Konzept „Lebenswelt“ auch im Kontext von sozialphilosophischen (Schütz) und ordnungstheoretischen (Waldenfels) Untersuchungen erschlossen werden. Neben dieser phänomenologisch geprägten Perspektive werden wir über Autoren des klassischen amerikanischen Pragmatismus (James, Dewey) zudem untersuchen, inwiefern hier ein ähnlicher argumentativer Rückgriff auf vortheoretisches, alltagsweltliches Erleben stattfindet, der zudem ein durchweg praxis-orientiertes Verständnis von Philosophie erschließen soll.

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Winter 2018/19: Aristoteles’ Nikomachische Ethik: Glück und Tugend

Undergraduate seminar in German, Department of Philosophy, University of Freiburg
Dr. Sebastian Weydner-Volkmann

Aristoteles’ Nikomachische Ethik gehört ohne Zweifel zu den einflussreichsten Texten der antiken Philosophie und prägt insbesondere die Moralphilosophie bis heute. Dabei beschränkt sich der Text nicht auf die Beschreibung einer Ethik im engeren Sinne, sondern entwickelt, wie Ursula Wolf schreibt, „ein umfassendes Modell praktischer Philosophie, das eine Theorie des Glücks, der Tugenden, des richtigen Handelns und Überlegens umfasst und diese Themen in einer Theorie des Politischen einbettet“ (Aristoteles 2008: 7). Dabei geht Aristoteles davon aus, dass menschliches Streben letztlich immer auf Glück bzw. ein gutes Leben (eudaimonia) ausgerichtet sei. Die Frage danach, was denn nun aber ein glückliches Leben ausmacht, steht im Mittelpunkt der Überlegungen in der Nikomachischen Ethik.

Aufgrund meiner Elternzeit ist das Proseminar als Blockseminar konzipiert. Es eignet sich auch für Studienanfänger. Der Fokus liegt auf einer intensiven Lektüre, Interpretation und Diskussion dieses philosophischen Klassikers. Über Impulsvorträge von Seiten der Teilnehmenden wird zudem auch aktuelle Forschungsliteratur rezipiert und der Text so auch auf aktuelle Fragestellungen bezogen.

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Summer 2018: Kontraktualismus und Individualismus in der Staatsphilosophie

Undergraduate seminar in German, Department of Philosophy, University of Freiburg
Sebastian Weydner-Volkmann

Aktuell ist häufig von einer „Krise der liberalen Demokratie“ zu lesen – doch was sollen wir, gerade auch aus philosophischer Sicht, eigentlich unter einer liberale Demokratie verstehen? In diesem philosophiehistorisch ausgerichteten Proseminar werden wir gemeinsam einige der zentralen staatsphilosophischen Denkfiguren zur Begründung der modernen Demokratie erarbeiten und auf ihre Aktualität befragen. Hierzu werden wir u.a. die klassischen Vertragstheorien von Hobbes, Locke und Rousseau als Legitimationsfiguren bestimmter Formen von Staatlichkeit lesen und diese über ihre jeweiligen historischen Kontexte erschließen. Am Beispiel eines noch relativ jungen Freiheitsrechts, dem Recht auf Schutz privater Lebensbereiche, soll zudem die zentrale Rolle des Individualismus für liberale Freiheitskonzeptionen in den Blick genommen werden. [more information]

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Winter 2017/18: Macht und Gewalt in der politischen Theorie Hannah Arendts

Undergraduate seminar in German, Department of Philosophy, University of Freiburg
Sebastian Weydner-Volkmann

Für die politische Theorie Hannah Arendts lässt sich die zentrale Rolle des Begriffs ‚Macht’ kaum bestreiten. Für das Verständnis ist dabei entscheidend, dass sie den Begriff explizit entgegen der traditionellen Auffassung versteht, die ‚Macht‘ letztlich synonym zu Begriffen wie Stärke, Kraft, Autorität und insbesondere Gewalt begreift. Diese Begriffe synonym zu gebrauchen zeigt, so Arendt, aber „nicht nur, daß man das, was die Sprache eigentlich sagt, nicht mehr hören kann, was schlimm genug wäre; der Unfähigkeit, Unterschiede zu hören, entspricht die Unfähigkeit, die Wirklichkeiten zu sehen und zu erfassen, auf die die Worte ursprünglich hinweisen.“ Das Seminar wird diesen begrifflichen Unterscheidungen in Arendts Philosophie nachgehen. Ihr Buch „Macht und Gewalt“ wird dabei im Zentrum der Lektüre stehen; darüber hinaus wird sich das Seminar aber auch mit Forschungsdebatten befassen, die die begriffliche Unterscheidung von Macht und Gewalt als unhaltbar zurückweisen. Kernaspekte der politischen Theorie Arendts sollen so kritisch erschlossen werden. [more information]

  • Evaluation: Too few returns.

Winter 2016/17: Sicherheit – Risiko – Orientierung

Advanced seminar in German, Department of Philosophy, University of Freiburg 
Prof. Dr. Hans-Helmuth Gander, Sebastian Volkmann

Das Seminar beschäftigt sich mit dem gesellschaftspolitischen Spannungsfeld zwischen Sicherheit und Freiheit mit speziellem Blick auf Maßnahmen der öffentlichen Sicherheit. Der Einstieg in das Themengebiet erfolgt über Texte klassischer Autoren der politischen Philosophie wie Hobbes und Locke. Ein spezifisch moderner Umgang mit Sicherheitsproblemen wird über risikotheoretische Texte erschlossen und kritisch beleuchtet. Anhand aktueller Ansätze aus den Bereichen der politischen Philosophie und der angewandten Ethik, in denen öffentliche Sicherheit als Ordnungsproblem bzw. als Entscheidungsproblem technischen Handelns begriffen wird, werden zudem orientierende Perspektiven erschlossen

Winter 2014/15: Sicherheit und/oder Freiheit

Advanced seminar in German, Department of Philosophy, University of Freiburg 
Prof. Dr. Hans-Helmuth Gander, Dr. Elisa Orrù and Sebastian Volkmann

Das Seminar beschäftigt sich mit dem Spannungsfeld zwischen Sicherheit und Freiheit bei öffentlichen Sicherheitsmaßnahmen. Neben klassischen Texten aus philosophischer bzw. demokratietheoretischer Sicht soll in dem Seminar auch die aktuelle wissenschaftliche Debatte über staatlichen Überwachungsmaßnahmen behandelt werden. Zudem wird das Seminar in neuere Ansätze aus der angewandten Ethik zur Technikfolgenabschätzung einführen, die sich zur Bewertung von Sicherheitstechnologien eignen. Zwei aktuelle Forschungsprojekte werden dabei als Beispiele einer philosophischen Beschäftigung mit der Herstellung von Sicherheit dienen.

Workshops

Philosophie und Sicherheitstechnik (proTechnicale)

Two-day workshop as part of the proTechnicale programme
2014, 2015: Elisa Orrù and Sebastian Volkmann

2016: Sebastian Volkmann

proTechnicale is an eleven-month course for women between high school graduation and university. ‏The goal is to inspire young women with enthusiasm for engineering careers and to prepare them for what lies ahead.

For three years (2014, 2015, 2016), the German language workshop “Philosophie und Sicherheitstechnik” has been part of this programme. Its goal is to complement the course’s engineering focus with an ethics of technology perspective.

Course tutorials

Philosophy

Political Science

  • Winter 2010/11: Lecture “Einführung in die Politikwissenschaft”
    Dr. Christoph Haas
  • Winter 2009/10: Introductory Seminar “Einführung in die Politikwissenschaft”
    Claudia Schäfer
  • Summer 2009: Introductory Seminar “Einführung in die Politikwissenschaft”
    Claudia Schäfer
  • Winter 2008/09: Introductory Seminar “Einführung in die Politikwissenschaft”
    Claudia Schäfer